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Muttertag:
Wenn Fürsorge mehr ist als ein Datum

CFI-AKTUELL 05|2026

In den Kinderdörfern von CFI Kinderhilfe übernehmen die „Hausmütter“ eine Rolle, die weit über Betreuung hinausgeht.
Sie werden zu Bezugspersonen, die Sicherheit geben, zuhören und Orientierung schaffen – oft für Kinder, die Verlust, Vernachlässigung oder tiefe Brüche erlebt haben.

Genau darum geht es auch am Muttertag:

Nicht um einen bestimmten Tag oder große Gesten, sondern um Menschen, die für Kinder da sind. Wann dieser Tag gefeiert wird, ist dabei ganz unterschiedlich.

Muttertag wird nicht überall gleich gefeiert. In Deutschland fällt der Muttertag auf den zweiten Sonntag im Mai. In Thailand hingegen wird er am 12. August gefeiert – am Geburtstag von Königin Sirikit, die als „Mutter der Nation“ gilt.
In Kambodscha wird Muttertag ebenfalls im Mai gefeiert – meist leise, ohne große Gesten, aber mit viel Bedeutung.

Doch unabhängig vom Datum bleibt das Entscheidende gleich: Menschen, die Kindern Halt geben.

Bezugsperson

Pohke –
Wenn Fürsorge zum Alltag wird

Im „Kirsten Jade Rescue Centre“ im Norden Thailands beginnt der Tag früh. Noch bevor die ersten Kinder wach sind, ist Pohke schon auf den Beinen.

Seit 27 Jahren lebt sie hier – gemeinsam mit ihrem Mann. Was damals als Entscheidung begann, Pflegeeltern zu werden, ist längst zu ihrem Leben geworden.

Sie ist da, wenn die Kinder aufstehen. Kocht, organisiert, erinnert, hört zu. Abends bleibt sie noch einen Moment, wenn jemand nicht einschlafen kann. Viele der Kinder, die hier leben, kannten genau das vorher nicht: jemanden, der bleibt.

Als Pohke und ihr Mann ins Kinderdorf kamen, hatten sie selbst zwei kleine Söhne. Sie wuchsen hier auf – zusammen mit den anderen Kindern. Nicht nebeneinander. Sondern miteinander.

Heute sind beide erwachsen. Einer arbeitet als Schulleiter, der andere als Lehrer. Und doch ist das hier immer noch ihr Zuhause. Ein Ort, an dem aus Fürsorge etwas entsteht, das sich nicht planen lässt.

Mehr als Betreuung. Es ist Familie.

Phai Thon –
Wenn Aufgeben keine Option ist

Auch Phai Thon aus Kambodscha kennt diesen Weg.

Viele Jahre blieb ihr Wunsch nach einem eigenen Kind unerfüllt. Bis sie und ihr Mann eine Entscheidung trafen: Sie adoptierten ein kleines Mädchen.

Das Leben wurde nicht einfacher. Das Geld war knapp, die Verantwortung groß. Um die Familie zu unterstützen, ging ihr Mann nach Thailand, um Arbeit zu finden. Phai Thon blieb zurück – allein mit ihrer Tochter.

Sie tat, was nötig war. Arbeitete, wo sie konnte. Baute Gemüse an, um etwas dazuzuverdienen.

Als ihre Tochter zur Schule ging, nahm sie einen Job als Reinigungskraft an der Schule von „Light of Hope“ an, um ihre Ausbildung zu ermöglichen.

Leider wurde Phai Thon krank und musste operiert werden. Eine Zeit lang konnte sie nicht arbeiten. Ihr Mann kam zurück aus Thailand. Doch ihr Ziel blieb unverändert: Ihre Tochter sollte eine echte Chance bekommen.

Heute wird genau das Wirklichkeit. Ihre Tochter studiert an der Universität und unterstützt bereits die Familie.

Und auch Phai Thon ist nach ihrer Genesung an ihren Arbeitsplatz bei „Light of Hope“ zurückgekehrt.

Was Kinder wirklich brauchen

Was Pohke und Phai Thon verbindet, ist kein besonderer Anlass. Kein Datum im Kalender.

Es ist die Entscheidung, für ein Kind da zu sein – jeden Tag.

Genau das brauchen viele Kinder, die in ein Kinderdorf kommen: Menschen, die bleiben. Die zuhören. Die Halt geben. Und genau hier setzt die Arbeit von CFI Kinderhilfe an.

Mit Ihrer Unterstützung ermöglichen Sie genau das: verlässliche Bezugspersonen, Bildung und ein stabiles Umfeld.

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